Exakter Erstellungszeitpunkt leider unbekannt. Eine erzählenswerte Geschichte. Du bist der erste dem ich sie erzähle. Oh mein Gott! Wie fange ich bloß an? Ich denke nach 'ner Woche hier in KL, ich sitze mitten in der Nacht in Lobby meines Hotels und telefoniere mit Europa. Zwei betrunkene Mädls kommen bei der Tür herein. Die eine sinkt auf dem Sofa zusammen, offensichtlich viel zu viel getrunken. Die andere, Victoria, ersucht mich auf ihre Freundin aufzupassen, während sie einen Freund holt. Ich sitze also mit betrunkener Schönheit, in rotem Kleid mit weitem Ausschnitt, mit süßen Mandelaugen auf der Couch. Sie legt ihren Kopf auf meinen Schoß, legt ihren Arm um meinen Oberschenkel und schließt selig die Augen. Der Hotelrezeptionist flüstert mir halblaut zu ich solle sie mit auf mein Zimmer nehmen. Ich werde etwas verlegen und stehe auf. Schönheit schlummert friedlich weiter. Ich warte also und die andere kommt mit Schönheits Freund zurück. Als sie gehen will, gebe ich ihr einen Flyer. Immer business - falls sie an einer business opportunity interessiert ist soll sie mich anrufen, meine Nummer steht hier. Sie bedankt sich und geht. Am nächsten Tag erhalte ich ein SMS. Sie bedankt sich für meine Hilfe. Ich schreibe zurück und frage ob sie am Abend essen gehen möchte. Sie hat keine Zeit. Vielleicht sonntags meint sie. Bis dahin sind es allerdings noch ein paar Tage. Wir schreiben also SMS. Tag für Tag. Viele SMS. Fabio macht schon Witze über meine „SMS-Beziehung“. Ich treffe sie also und wir gehen auf ein Bier, mein erstes seit Monaten. Ich bin fertig. Das Lokal ist viel zu laut. Wir verstehen uns kaum. Zudem ist ihr Englisch nicht das beste. Ich weiß eigentlich nicht so recht was ich von ihr will. Ein paar Tage später treffen wir uns zum Frühstück. Sie isst nichts, wir reden kaum. Ich weiß nicht was ich mit ihr soll. Besonders hübsch ist sie auch nicht.
Viele Tage später, noch mehr SMS später. Wir schreiben bis spät in der Nacht. Sie fragt ob sie vorbeikommen kann. Ja, klar. Etwas verlegen sitzen wir rum. Ich frage sie wie ihr Tag war, wie ihr Abend war. Small talk, wir kommen auch diesmal nicht wirklich ins Reden. Es ist klar, dass sie die Nacht hier verbringen will.
Oh Gott, wieso schreibe ich all dieses Zeug ins Internet? Ich gehe jetzt lieber schlafen. Fortsetzung folgt - das könnte länger werden. Verdammt, es ist schon wieder vier in der Früh.
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