Sonntag, 10. September 2006 15:12 Kuala Lumpur, Malaysia. Hallo. Es ist Sonntag. Es geht mir gut. Oder sagen wir, es geht mir okay. Gestern war ich mit Johnny Flyer verteilen. Endlich. Gute Aktion. Nun, ich habe ja schon seit einiger Zeit überlegt, wie ich es schaffen kann mir Taschengeld zu geben das proportional zu meiner geleisteten Arbeit ist. Das hat dann den Vorteil, dass das was ich tue, und wofür ich mir Geld nur für mich in die Tasche stecke, Einkommen produziert und somit immer genug Geld da ist um meine Miete zu zahlen und und und. Eigentlich hatte ich vor mich für verteilte Flyer und Sticker zu bezahlen, denn das gehört gemacht und ich habe es etwas vernachlässigt. Nun, doch das ist einfach nicht der richtige Punkt. Ich habe herausgefunden, ich muss mich für getätigte Telefonanrufe bezahlen, denn dann ist der wichtigste Punkt überwunden und was auch immer mit der Person nach meinem Anruf passiert, die hohe Anzahl und der Durchschnitt werden dann schon Einkommen produzieren. Eigentlich wollte Danny zum Mittag vorbeikommen damit ich ihm lerne wie er Palatschinken macht. Im Anschluss wollten wir dann zusammen Flyer verteilen gehen. Nun, keine Ahnung ob er da war oder nicht. Ich habe geschlafen. Aber wäre er da gewesen hätte mich bestimmt jemand aufgeweckt. Ich denke schon. Tja, das mit der Idee wie ich mich selbst für meine Arbeit bezahle ist eine sehr gute Idee. Jetzt muss ich es nur noch tun. Ich weiß, dass ich es kann. Trotzdem hätte ich gerne Unterstützung. Ich habe an Julia gedacht und ob sie vielleicht hier zu mir rüber kommen würde, doch ich glaube es nicht. Sie schwärmt vielleicht ein Bisschen für mich, doch lang nicht genug um hier her zu kommen um hier mit mir zu leben. Tja. Und sonst kenne ich noch kein Mädchen. Das heißt, ich werde eines kennenlernen. So einfach ist das. Ich bin nun also mein eigener Boss und dafür verantwortlich was ich mit meiner Zeit mache, was ich mit meinem Geld mache, was ich mit meinem Leben mache. Es liegt also an mir. Ich hoffe, dass das Internet bei uns jetzt bald installiert wird. Das wäre dann echt super wenn ich endlich meine ganzen Einträge bearbeiten bzw. posten könnte. Ich habe meine Schuhe geputzt. Seit langem einmal wieder. Eigentlich zweimal sogar. Nun, sie sehen fast wie neu aus. Und meine braunen Schuhe, die schon so ausgetreten und abgeschlagen ausgesehen haben, habe ich mit schwarzer Schuhpaste überzogen und sie sehen in schwarz richtig gut aus. Das Braun war immer fleckig und ungleichmäßig, es war eine gute Idee sie schwarz zu machen. Die Schuhcreme die ich da gekauft habe ist zwar seltsam, doch sie deckt super und glänzt auch schön. Das einzige was mir da noch nicht ganz einleuchtet ist, wieso ich die Schuhe dann nicht mehr polieren kann. Ich habe es versucht, ja - sie waren schon getrocknet, und mein Schuhputzsocken blieb daran kleben. Als dann waren lauter kleine Härchen auf dem Schuh, oder eigentlich waren sie in der obersten Schicht der Farbe. Und das sah wirklich garstig aus. Ich kann sie also nur einschmieren und trocknen lassen, kein Polieren mehr. Fein.
Ich sag’ dir was. Ich hätte gerne viel Geld. Warum? Ganz einfach. Weil man damit viele Sachen einfacher machen kann. Dann könnte ich mir einfach einen neuen Laptop kaufen, dieser rostet nämlich. Das wäre dann einfach, ganz einfach. Ich könnte dann bedenkenlos eine Woche nach Österreich fliegen. So vieles wäre um so vieles einfacher. Ich könnte einfach Peter rauswerfen. Wieso ich das will? Ganz einfach. Er ist unordentlich, legt dauernd sein Zeug auf meinen Tisch, hilft nicht mit die Wohnung sauber zu halten. Und er nimmt dauernd weibliche Begleitung mit heim. Das geht echt nicht. So möchte ich am Abend vielleicht in Ruhe in meinem Zimmer sitzen und meditieren. Und dann höre ich ihn heimkommen und irgendeine weibliche Stimme. Keine Ahnung welche der vielen Freundinnen das ist. Ah, es ärgert mich einfach. Wenn er schon meint, dass er mit seinem Mädel, welche auch immer es sein mag, schlafen muss, dann soll er das wenigstens in seinem Zimmer machen und nicht auf meiner Couch. Am liebsten würde ich ihm einfach sagen, dass mich das ankotzt und dass er sich eine neue Bleibe suchen soll. Das ist es. Aus, Ende! Ja, genau. Lieber Peter, tschüss. Dort ist die Tür. Ja, so schön wäre das. Und was ist momentan Realität? Pah, ich bin mehr oder weniger auf die fünfhundert angewiesen, brauche das Geld und kann deshalb nichts sagen. So ein dummer Scheiß. Wah, wie mich das ärgert. «Beruhige dich...!» Ja, ich weiß es ja eh. Es bringt nichts mich so aufzuregen.

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