Mittwoch, 23. August 2006 16:22 Kuala Lumpur, Malaysia. Nun fein, da bin ich also wieder. Ich war gerade bei Giants einkaufen. Meine Kopfschmerzen sind wirklich nicht mehr so stark wie gestern noch. Meine Schluckbeschwerden scheinen besser zu werden. Dennoch sollte ich laufen gehen um die Krankheit aus meinem müden Körper hinauszuschwitzen.
Als ich bei Giants war musste ich eine interessante Feststellung machen. Ich blickte auf meine Uhr. Eine halbe Stunde war schon vergangen seit ich aufgebrochen war. Am Heimweg hat mich Kim angerufen, sie hat freitags frei und wir werden daher Donnerstagabend und den Freitag mitsammen verbringen. Als ich dann hier eingetroffen bin, eine volle Stunde war vergangen. Schon bei Giants fing ich an nachzudenken. Oder vielmehr zuckten Gedanken mit einer unbeschreiblichen Geschwindigkeit durch meinen Kopf. Ich wusste in diesem Moment also wie schnell eine halbe Stunde vergeht. Und bis ich zurück bin ist es eine ganze. Und unaufhörlich: Patsch! Patsch! Patsch! Den monotonen Schlägen einer Trommel gleichend verfließt die Zeit. Unaufhörlich. Eigentlich ist ihr Vergehen nur Illusion, doch so lange man in ihr gefangen ist und sie nicht überwunden hat, ist es schmerzliche Illusion. Stunden vergehen wie im Fluge. Zu oft sogar ohne dass ich mir dessen überhaupt bewusst wäre. Und Schlag auf Schlag. Unaufhörlich. Tage verstreichen. Ich kann mich noch erinnern, als wäre es eben geschehen, dass ich mit Johnny im Vertriebszentrum war und ein STS-Ticket für ihn mit meiner Visa-Karte gekauft habe. Um von ihm den fälligen Betrag in bar zu erhalten. Warum ich das tue? Da meine Mutter zurzeit die Visa-Abrechnungen zahlt. Das ist kein wirklich feiner Zug von mir, ich weiß. Jedenfalls kann ich mich daran erinnern als wäre es eben geschehen. Doch was sagen mir meine Aufzeichnungen? Zwei Tage liegt es schon wieder zurück. Zwei ganze Tage. Warum wundere ich mich bloß, dass die Zeit so schnell vergeht? Bin ich dafür verantwortlich, dass sie fließt wie sie fließt? Bin ich schuld daran, dass es mir so schnell vorkommt? Als ich noch ein Kind war, in die Volksschule ging und Sommerferien hatte, da schien die Zeit still zu stehen. Ich hatte den ganzen Tag frei, nichts zu tun. Was nicht heißen soll, dass ich nichts tat. Denn man tut immer etwas. Ich strich also den Holzzaun um das Haus meiner Oma mit Wasser und sah ihm beim Trocknen zu. Aus heutiger Sicht, welche Zeitverschwendung. Doch damals schien sie still zu stehen. Ich sehnte mich weder nach Vergangenheit noch nach Zukunft, lebte sozusagen im Moment der Gegenwart. Und hatte tief in mir einen Frieden, der durch die Beschreibung mit Worten nur degradiert werden würde. Ich pflückte Blumen, zerriss sie und warf sie zum Trocknen in eine leere Dose. Schnell begannen sie zu faulen und zu stinken. Es war ein bestialischer Gestank. Damals schien die Zeit für mich still zu stehen. Ich weiß nicht ob ich auf jeden Tag gespannt war. Ich glaube, dass ich es nicht war - dennoch stelle ich es mir heute so vor wenn ich zurückblicke. Die Zeit stand nicht still. Aber sie verging angemessen. Ich war aktiv, ich tat hunderttausend Dinge an jedem einzelnen Tag, nichts konnte mich stoppen, da war ein leuchten in meinen Augen, die Welt wartete mit neuen Überraschungen auf mich, jeden einzelnen Tag. All das hat sich dann geändert als ich die Schule gewechselt hab’ und ins Gymnasium kam. Zuvor war ich wissensdurstig, passte immer auf, natürlich plauderte ich manchmal, aber grundsätzlich war ich sehr an dem interessiert, was es da zu lernen gab. Ich war damals die Elite meiner Klasse. Und als ich aufs Gymnasium kam, nahm ich an, dass Gleichgesinnte dort wären. Doch was musste ich feststellen? Zu meiner großen Enttäuschung, ja Empörung wurde mir bewusst gemacht, dass das Schulsystem nichts taugt und einfach nicht nur ungerecht sondern auch noch allem gegenüber feindlich ist was vom Durchschnitt abweicht. Ja, das ist Systemkritik. Und, ja, ich weiß, dass es einige ganze Menge Leute gibt die mit vor Dummheit strotzender Arroganz von sich geben, man sollte Lösungen aufzeigen anstatt über Probleme schimpfen. Fein, diese Leute sind Bürokraten, oder zumindest sind sie starrsinnig und weigern sich gegen der Fortschritt und die Veränderung. Wer nicht zuerst konfrontieren und kritisieren darf, wird nie in der Lage sein zu verändern. Wer keine Probleme sieht, weil er sie verleugnet, wird nie Lösungen finden. Ich will nicht allzu radikal erscheinen, doch weiß ich keinen besseren Ausweg - vielleicht ändert sich das im Laufe der Zeit noch - als diesen Schlag von Menschen (Verzeih’ ich kann manchmal schrecklich aggressiv werden wenn mich etwas emotional mitnimmt) an eine Wand zu stellen und sie der Reihe nach zu exekutieren.
Wieso bin ich eigentlich so weit von meinem Thema abgeschweift? Ach ja, ich war bei unserem wundervollen Schulsystem. Ich kam also auf eine höhere Bildungsanstalt, in der Erwartung dort auf Gleichgesinnte zu treffen. Auf junge Leute, die ebenfalls überdurchschnittlich begabt sind, interessiert und wissensdurstig sind und vor allem Manieren haben und sich zu verhalten wissen. Welch Schock fuhr mir durch die Glieder als meine heile Welt zerrissen wurde von der garstigen Realität. Vielleicht begann ich damals, es einfach nicht wahr haben zu wollen. Es gab Leute, die ununterbrochen quatschten, welche die Zettelchen schrieben - das hatte es davor auch schon gegeben, bloß waren es weniger. Es gab Leute die dümmer waren als der Klassenletzte meiner Volksschulklasse. Es gab aggressive Leute, die nach Österreich immigriert waren, kaum deutsch sprachen und den Unterricht massiv störten. Ich will hier nicht analysieren aus welch gestörten Familienverhältnissen sie stammen müssen. Vielleicht war es auch der Krieg in ihrer Heimat, der ihnen psychisch so stark zugesetzt hatte. Es war einfach eine schreckliche Erfahrung. Es gab Leute die schwer pubertierend waren und ihr Interesse am anderen Geschlecht sehr lebhaft zeigten. Und die harte Ungerechtigkeit des Lebens, die Dummen, die Frechen, die Kecken, die Anstandslosen, die Minderbemittelten, die Vorlauten, die Störenfriede und um es kurz zu machen, der Abschaum der Gesellschaft, das waren jene die als cool, lässig und vorbildhaft emporgehoben, bewundert und von Freunden umringt wurden. Ich war schockiert.

Was ich also noch feststellen wollte. Ich weiß nicht ob es eine gute Idee ist mehrere Themen in einem Eintrag zu behandeln, grundsätzlich denke ich nicht so. Nun, ich denke eigentlich auch nicht, dass es besonders interessant ist meine organisatorischen Kommentare zu lesen. Doch, kümmert es mich? Nein! Und weshalb nicht? Weil ich in erster Linie für mich selbst schreibe und erst in zweiter an die Veröffentlichung meines Wortsalates denke. Vielleicht sollte ich meine Lebensgeschichte nicht auf so krasse Art und Weise abwerten.
Was ich noch anmerken wollte: Ich denke es wäre besser wenn ich keine Einträge mehr auf Tonband spreche, da es mir an Disziplin mangelt und an Konsequenz um sie auch wieder anzuhören und abzutippen.
Ich beende meinen Eintrag also mit dem bleibenden Schock meiner Kindheit den ich bei meinem ersten Schulwechsel erfuhr. Das Resultat, dass erreicht wurde durch die weise Schulpolitik, erschreckend ist es. Die Leute, die schummelten hatten gute Noten, und da gab es Lehrer, die ihre Augen einfach davor verschlossen. Es gab sogar welche die einen vor der ganzen Klasse als Petze bloßstellen, sofern man versuchte sich für Gerechtigkeit einzusetzen. Wie krank ist diese Welt? Ist diesen Leuten nicht bewusst, dass sie eine entscheidende Rolle im Leben dieser jungen Menschen spielen und viel zu ihrer Prägung beitragen. Entgeht ihnen die Verantwortung, die sie tragen sollten? Ist ihnen nicht bewusst, dass es nicht um die Vermittlung von Wissen geht, sondern viel mehr um das Erkennen und Erlernen von moralischen Werten, um das Etablieren von, für das Leben erfolgreiche, Verhaltensmustern, und um so vieles mehr. Erkennen sie nicht welche Verantwortung auf ihren Schultern lastet? Und falls doch, wieso lehnen sie sie so leichtfertig ab? Ist ihnen nicht bewusst welchen immensen Schaden sie an einer ganzen Generation anrichten können indem sie ihre Pflichten vernachlässigen?
Also jedenfalls dauerte es nicht lange und ich wurde von dem kranken System aufgesogen. Wurde eingegliedert und wie alle anderen auf das Mindestmaß nivelliert. Was war geschehen mit meinem Leben? Wer bestimmte nun die Richtung meiner Zukunft? Ich lernte also, dass Schummeln erfolgreich ist. Ich lerne, dass Ungehorsam von Kollegen als mutig und cool betrachtet wird und zu Bewunderung und Anerkennung führt. Ich lernte also, dass abgeschriebene Hausübungen besser sind als ehrlich eingestandene vergessene. Ich lernte also, dass Lügen besser als Wahrheit sind. Ich musste die aggressiven Mitschüler beobachten, mich verteidigen sofern ich angegriffen wurde. Und schnell lernte ich, dass jener der sich nicht verteidigt nicht als klug und weitsichtig betrachtet wird sondern als dumm und schwach und von da an terrorisiert wird. Ich war zuvor immer jener, der nachgegeben hat. Ich hatte gelernt, dass der Klügere nachgibt, hatte gelernt mein Ego wegzustecken und nachzugeben, ohne mich auf überhebliche Art klüger zu fühlen. Es war nicht Überheblichkeit, die mich so handeln ließ, sondern tiefes Verstehen und im Laufe vieler Jahre gesammelte Weisheit. Ich lernte also, dass es klüger ist zurückzuschlagen und dem Gegenüber womöglich die Nase zu brechen anstatt die andere Backe hinzuhalten. Ich lernte, dass falsch richtig war und dass richtig falsch war.
Es ist mir bis heute noch ein Rätsel wieso das Niveau an unseren Schulen so schrecklich niedrig ist. Und ich habe nicht den Eindruck, dass es steigen wird. Es gab durchschnittliche Leute, Minderbemittelte, Verhaltensgestörte. Ich will nicht behaupten, dass mein Elternhaus das Beste war, dass meine Kindheit so rosig war oder sonst liebliche Illusionen der Verträumtheit. Was ich sagen will ist lediglich, dass beinahe alle Schüler dieser Klasse weit unter dem Niveau, das ich von mir selbst kannte und für die Klasse erwartet hatte, waren. Ich war also schockiert und mein Leben änderte sich drastisch.
Das war auch die Zeit als ich den Hort nicht mehr besuchte nach der Schule. Ich kam in die Nachmittagsbetreuung. Es war alles anders. Im Hort war jemand da, der dafür verantwortlich war, dass wir unsere Hausaufgaben machten. Nun war alles anders. Es waren zwar Lehrkräfte vorhanden, körperlich zumindest, doch standen sie nur für Fragen zur Verfügung und waren nicht im Geringsten daran interessiert ob wir unsere Aufgaben erledigten. Es wurde uns auf gewisse Weise beigebracht unsere Aufgabe in Gruppen zu erledigen. Vielleicht wollte man uns Teamwork lehren. Doch was man uns beibrachte war, dass jeder einen anderen Teil erledigte, wir voneinander abschrieben, manche gar nichts taten und bloß abschrieben und wir dadurch wichtige Übung verloren. Denn Lernen ist Übung, Lernen ist Vertiefen und Wiederholen. Und indem man uns nicht dazu anhielt dies zu tun, bzw. uns zu kontraproduktiven Methoden ermutigte zerstörte man nicht nur unseren Charakter, unsere Bildung, die allgemeine Moral, sondern auch unsere Zukunft.

Wah!, das ist ja grauslich. Da draußen schüttet es, es kalte Wind bläst waagrecht und spuckte nasse Regentropfen. Schnell habe ich die Balkontüre geschlossen um zu verhindern, dass mir erstens kalt wird, zweitens dass ich nass werde und drittens dass mein Laptop nass wird und noch weiter rostet.
Was musste ich gerade vorhin feststellen? Meine Augen liegen tief in ihren Höhlen, dunkle Ringe haben sich unter ihnen ausgebreitet. Mein müder Körper ist kaum noch in der Lage die trägen Glieder zu bewegen. Wieso ich noch nicht im Fitnessstudio war? Weil ich vor dem Einkauf bei Giants zu hungrig war, was sich noch nicht geändert hat, da ich mit dem Essen noch nichts anderes gemacht habe als es in den Eiskasten zu verfrachten. Und weil ich nach dem Einkauf definitiv zu müde war, um irgendetwas zu tun. Eine... «Eine was?» Ach, ich hab’s vergessen.
Meine Gedanken sind langsam und kreisen umher, bewegen sich nicht mehr in klaren Bahnen. Ach ja, ich war schon vorhin erneut vom Thema abgeschweift, also lass uns dorthin zurückkehren. Es war meine Kindheit, es waren Sommerferien. Und die Zeit wollte und wollte nicht vergehen. Was durchaus positiv war. Ich hatte so viel zu entdecken und es gab soviel zu erleben. Ich kann mich erinnern. An manches, nicht an alles, doch je mehr ich daran zurückdenke, desto mehr Erinnerung stellt sich ein. Ich kann mich an Omas Erdbeerbettzeug erinnern. Es war so schön, und ich glaube ich konnte damals sogar die aufgedruckten Erdbeeren riechen. Das war die Zeit als ich in der Früh aufwachte, also die Augen aufschlug und aufsprang. Das war alles. In einem Moment schlug ich die Augen auf. Nicht, sie öffneten sich langsam und der Schlaf klebte noch an ihren Rändern, sondern: Ich schlug sie auf. Klack! Offen! Und im nächsten Moment sprang ich auf und landete auf meinen Beinen. Blitzschnell. Meine Oma machte sich manchmal Sorgen, es wäre für meinen Kreislauf nicht gut, oder mir könnte schwarz vor den Augen werden. Doch mir ging es blendend. Sie wachte langsam auf, drehte sich Minuten lang hin und her und dehnte ihre Glieder, wärmte die Gelenke auf und erhob sich dann gemächlich. Morgengymnastik war der angebrachte Ausdruck dafür. Ich sprang auf, voller Freude über den neuen Tag. Ich war fertig mit träumen, fertig mit schlafen. Der Tag hatte begonnen! Ich denke, dass mein Schlafverhalten nicht nur im Gartenhäuschen meiner Oma so war, sondern meine ganze Kindheit über auch in der Wohnung meiner Mutter. Mit dem Ende meiner Volkschulzeit, oder sogar etwas vorher änderte sich so einiges. Ich blieb lange im Bett liegen, war müde, konnte in der Früh kein Licht sehen, war unansprechbar, hatte keinen Appetit, und verschlief regelmäßig. Wodurch wurde dieser Wandel bloß herbeigeführt? War es die Stimme, die mir sagte, dass ich kein Kind mehr war? War es nicht damals als ich begonnen hatte zu masturbieren? Sind es nur unterschiedliche Ereignisse, die allesamt in ein mehr oder weniger großes Zeitfenster fallen, oder besteht ein Zusammenhang zwischen ihnen? In meiner Volksschulzeit verbrachte ich meine Nachmittage also im Hort, dort wo ich auch schon in den Kindergarten gegangen war. Ich kann mich doch auch noch an die Nachmittagsbetreuung am Gymnasium erinnern. Wie kann es dann sein, dass ich mich ganz klar daran erinnere, wie ich viele Stunden alleine zuhause vor dem Fernseher verbracht habe. Ich habe versucht parallel dazu meine Hausübung zu schreiben, aber meistens wurde nichts daraus. Oft war es auch so, dass ich mit mir vereinbarte noch eine Serie anzusehen, die im Nachmittagprogramm spielte, und mich dann meiner Hausübung zu widmen. So war es also 15:45 und ich beschloss jetzt doch nicht wie mit mir abgemacht Hausübung zu schreiben sondern bis um 16:30 zu warten und inzwischen ein spannende Episode anzusehen. Und als es dann 16:30 war, hatte ich den Eindruck, dass die Zeit verflogen war und ich war total gestresst. Und das schon im Kindesalter. Gestresst vom vor mir herschieben der Aufgabe, von dem Druck den ich dadurch erzeugt habe. Das ist genau das Gefühl, dass ich heute auch noch habe, wenn ich Sachen aufschiebe. Genau derselbe Druck ist es, der dabei in mir entsteht. Damals begann ich also Nachmittag für Nachmittag dieses Verhaltensmuster zu etablieren.
Wann war es bloß als ich das tat? Wieso kann ich die Zeit nicht zuordnen? Zu bruchstückhaft ist die Erinnerung an meine Kindheit. Zu verschwommen die Bilder die ich sehe. Ja.
Zu viele einzelne Bilder strömen nun auf mich ein, vollkommen ohne mir ersichtlichen Zusammenhang. So frage ich mich ob es wirklich in meiner Volksschulzeit war als ich begann zu masturbieren. Ich dachte, das wäre vielleicht gar etwas zeitig. Doch habe ich das unbeirrbare Gefühl, dass Wissen, dass es sehr früh war. Ein Bild taucht auf von meinem Lieblingsstofftier, es war ein kleines braunes Äffchen, das meine Oma auf dem Urlaub mitgebracht hatte. Ich sehe das Bild vor mir wie ich das zarte, weiche Fell des Äffchens an meinem Penis reibe. Manchmal ganz sanft, manchmal ganz fest. Ich kann mich daran erinnern, dass es in dieser sehr frühen Zeit meiner aufkeimenden Sexualität eine Phase gab, in der ich einen Höhepunkt erleben konnte ohne dass ich ejakulierte. Damals funktionierte der die Produktion bzw. der Ausstoß von Spermien offensichtlich noch nicht. Eine interessante Erinnerung. Ich kann mich auch an einen Tag erinnern als ich mit meiner Oma einkaufen war, beim Spar gleich bei ihr um die Ecke. Das ist viele Jahre her, inzwischen ist das Gebäude abgebrannt, wurde umgestaltet, wiederausgebaut, ausgebaut und als beinahe riesiges Shoppingcenter wieder eröffnet. Ich denke, dass ich im Einkaufswagen saß, als ich eine Schütte mit Stofftieren sah. Eines, das ich haben wollte, war ein Bär in neongrün oder neongelb. Und noch ein zweites gefiel mir recht gut. Immer wenn ich wusste, dass ich eines bekommen könnte oder würde und zwei haben wollte, tat ich als ob ich mich nicht entscheiden konnte. Dabei hatte ich doch immer einen klaren Favoriten, wollte doch bloß beide haben und meinen Willen durchsetzen. Ich kam mir recht gerissen vor und manchmal hatte ich Schuldgefühle weil mir bewusst war wie berechnend ich war, und wie sehr ich die Reaktionen der anderen Leute vorhersehen konnte und mit ihnen spielte.
Ich wählte also den kleinen grünen Bären. Ich kann mich auch nicht mehr daran erinnern ob es mir bei diesem Versuch geglückt war beide Stofftiere zu ergattern. Grundsätzlich weiß ich jedoch, dass meine Großmutter viel zu großmütig mit mir war und ich das regelrecht, ja beinahe gewissenlos, ausgenutzt habe. Der kleine neongrüngelbe Bär wurde dann auch als Hilfsobjekt zur Selbstbefriedigung verwendet.
Was für Bilder waren noch in meinem Verstand aufgestiegen? Wah!, es sind wirklich viele. Ich brauche vielleicht Tage um sie alle nieder zu schreiben. Ich habe das Gefühl, dass es immer mehr werden, je mehr ich schreibe. Ich werde mir also einen Notizzettel schreiben um mich daran zu erinnern und sie nachher alle niederschreiben zu können.

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