Mittwoch, 16. August 2006 14:49 Kuala Lumpur, Malaysia. Ah! Hallo. Okay, da bin ich also wieder. Konnte gestern Abend nicht wirklich einschlafen. Gegen drei Uhr habe ich es dann doch geschafft. Und ich muss schon sagen, ich habe ausgezeichnet geschlafen. Wirklich. Einfach gut. Und ich war auch frisch und munter als ich aufgewacht bin.
Es geht mir nicht ganz so gut wie gestern, aber was soll’s. Es geht mir gut. Ich bin zwar schon wieder ein Bisschen zappelig und fange an mich in meiner Haut unwohl zu fühlen. Aber es geht mir auf alle Fälle besser als vor dem Ansehen der beiden Geschehnisse. Nun, ich sollte definitiv damit fortfahren, da das eine wirklich erfolgreiche Aktion war.
Ich habe gestern versucht Meli zu erreichen, da ich sie bitten wollte mir ein paar Materialien zu schicken. Habe ihr zwei Nachrichten hinterlassen mit der Bitte mich zurückzurufen oder mir eine Nachricht zu schicken. Doch, einfach nichts. Seltsam. Ich kann mir das nicht wirklich erklären. Selbst wenn sie kein Guthaben hätte könnte sie jemandes Telefon borgen um ein SMS zu senden. Okay. Wie auch immer…
Also jedenfalls bin ich heute gut aufgewacht und war endlich mal da. Einfach nur da. Habe die Augen aufgemacht und war da. In der Gegenwart. Ich spüre, dass noch immer recht viele Sachen da sind, die sich in mein Bewusstsein drängen wollen. Na ja, wenigstens sehe ich es jetzt und bin nicht mehr völlig Effekt dazu. Das ist schon mal was. Ich weiß, dass ich mir all die Sachen nacheinander ansehen muss und sie aufzulösen habe. Ja, das wird ein Stück Arbeit. Aber es ist das einzig sinnvolle was ich tun kann. Das ist es was mein Leben letztlich verändern wird.
Gestern Abend war ich also am Weg unter die Dusche und habe über das Leben nachgedacht. Über das „wie“. Wie es wohl funktioniert. Weißt du?! Und es war schön. Es ist doch so, dass Realität nur das ist was für dich existiert. Wenn jemand etwas nicht weiß, nicht sieht, oder so dann hat es keine Wirkung auf ihn. Das ist doch so. Bewusstsein steht über Materiellem. Ich habe vor einigen Jahren eine nette Episode in einem Buch gelesen. Es war zur Zeit der Besiedlung Amerikas als die Siedler die Ureinwohner mit ihren Gewehren erschossen haben. Die Erzählung in dem Buch sagt, dass die angeschossenen Ureinwohner aber nicht tot umgefallen wären, da sie nicht wussten, dass sie zu sterben haben. Denn, was macht so ein kleines Loch schon? Das ist vielleicht etwas weit hergeholt. Ich weiß. Aber es geht mir einfach nur darum, dass zwei Menschen in der gleichen Situation sind. Der eine betrachtet seine Situation als schwierig und ausweglos, während der andere es ganz locker nimmt. Es ist eh klar was passiert. Das ist der Ansatz für positives Denken und so. Es geht einfach darum, dass Energie dem Denken folgt, der Aufmerksamkeit. Und meine Situation hat sich von gestern auf heute nicht geändert. Was sich jedoch geändert hat ist die Weise wie ich die Welt sehe. Das hat sich geändert. Ich habe mich geändert. Das ist es. Wenn ich also meinen Blickwinkel zu allem ändern kann, dann kann ich die ganze Welt, so wie sie für mich scheint, und so wie sie für mich scheint, so erlebe ich sie, so ist sie für mich. Die Welt ist für alle dieselbe, doch jeder hat seine komplett individuelle Erfahrung. - ändern; einfach so! Nur darum geht es. Das ist Realität. Wahrnehmung ist Realität. Das fällt mir noch ein Beispiel ein. Ein Hund. Er sitzt da, wedelt vielleicht mit dem Schwanz, oder auch nicht. Er tut nichts besonderes, also er knurrt nicht etwa und fletscht die Zähne, oder so. Er ist einfach da. Und dann ist da ein Kind, das den Hund sieht und sich freut. Und es denkt „Juhu! Hundi! Hundi! Hundi!“ und läuft hin und freut sich und streichelt den Hund. Genau! Das ist eine Möglichkeit zu reagieren. Und dann ist da jemand, er sieht den Hund, denselben. Und bekommt ein etwas mulmiges Gefühl. Er geht also ganz am Rand des Gehsteiges, so weit wie nur möglich von dem Hund entfernt, ohne auf die Straße treten zu müssen, vorüber. Und ist vielleicht sogar in Bereitschaft schnell zur Seite zu springen falls der Hund schnappen sollte. Und, was nun? Ein und derselbe Hund. Ob er harmlos ist oder eher gefährlich kann ich nicht sagen. Das haben wir im Vorfeld nicht definiert. Vielleicht gibt es gar keine Wirklichkeit wie der Hund ist, keine wirkliche Wirklichkeit. Vielleicht gibt es nur die individuelle Erfahrung, die eigene Wahrnehmung und eigene Realität, das eigene Sehen und Erleben von Dingen. Nicht vielleicht - sonder vielmehr, so ist es. Was ich damit sagen will ist also, dass ich die Welt manchmal sehr seltsam sehe. Ich will also meinen Blickwinkel ändern. Denn ich bin in der Lage die ganze Welt zu ändern. Bin in der Lage alles anzuziehen was ich haben will und alles abzustoßen, auf das ich verzichten möchte. Ich bin also in der Lage alles zu bekommen was ich will. Ich muss es bloß in meiner Realität zu erschaffen. Schritt eins ist die alten Muster aufzulösen, alte nicht mehr angebrachte Entscheidungen aufzuheben. Und Schritt zwei ist dann eine neue Realität nach meinen Wünschen zu erschaffen. Neue Entscheidungen zu treffen und neue Vorstellungen und Bilder an die freien Stellen zu setzen.
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