Freitag, 1. September 2006 15:39 Kuala Lumpur, Malaysia. Bin soeben aufgewacht und liege noch in meine Decke eingewickelt auf dem Bett. Die Klimaanlage läuft, es ist richtig angenehm. Ich habe lang geschlafen.
Es war sehr spät als ich dann endlich schlafen gegangen bin. Ich bin also noch ins Wohnzimmer gegangen um den Film zu holen, doch da lag Peter mit seiner Freundin. Ich hab’ keine Ahnung ob sie die ganze Nacht lang plaudern, was er behauptet, oder was sie sonst da machen. Jedenfalls ist es mir nicht wirklich recht, dass ich mein Wohnzimmer nicht betreten kann. Wenn ich mein Wohnzimmer vermieten will, dann werde ich das tun. Dafür habe ich ihm das kleine Zimmer gegeben, damit er dort schlafen kann. Alleine oder mit seiner Freundin. Das sollte ich ihm noch ganz klipp und klar beibringen. Ja. Ich sollte vielleicht aufpassen nicht all zu unfreundlich zu sein, doch ist es mir eigentlich scheißegal wie er es auffasst. Mir passt das was er tut nicht. Es passt mir einfach nicht in den Kram. Ich kann seine Art zu leben nicht ausstehen. Er ist unordentlich. Er bringt dauernd seine Freundin mit und ist die ganze Nacht lang mit ihr in meinem Wohnzimmer. Das kotzt mich an. Ich werde im sagen, was auch immer er mit seiner Freundin die ganze Nacht lang macht, ich will es gar nicht wissen, soll er doch bitte entweder in seinem Zimmer tun, oder sie sollen sich ein Hotelzimmer nehmen. Das ist gut. So richtig schön hart. Ja, was soll ich sonst tun? Soll ich mich etwas aus meiner eigenen Wohnung vertreiben lassen? Das wäre doch wirklich das Letzte. Es mag schon sein, dass ich etwas schroff bin wenn mir was nicht passt. Aber immer noch besser als solche Sitten einziehen zu lassen. Ja.
Also jedenfalls war es dann spät gestern. Die DVD hat doch funktioniert und so hab’ ich dann doch noch „V“ angeschaut. Ja ja. War schon schön. Während dem Film habe ich dann mal das Ladekabel angesteckt, es hat über eine halbe Stunde gedauert. Bestimmt. Ich hatte keinen Adapter bei der Hand. Mein letzter freier war im Wohnzimmer und ich wollte nicht schon wieder da raus gehen und hören müssen wie die Leute plötzlich zu flüstern beginnen. Also hab’ ich getüftelt bis ich einen harten Kunststoffstreifen gefunden habe, den ich quer in das eine Loch der Steckdose stecken konnte, während ich mit dem Stiel eines Pinsels in das zweite Loch gestochert habe, damit diese Sicherung oder Sperre zurückschnappt. Als das dann nach vielen Versuchen geschafft war, ich hatte davor unzählige andere Sachen probiert, konnte ich den Stecker problemlos in die Dose stecken. Nur den Plastikstreifen musste ich ganz leicht zur Seite drücken, fertig.
Schau doch bloß auf die Uhr, es ist schon fast vier. Was soll ich denn machen mit so einem Tag wie heute? Er hat gerade angefangen und ist beinahe schon wieder vorbei. All mein Lebensrhythmus, so wie ich ihn etabliert hatte, Mitternacht schlafen gehen, zeitig aufstehen, Flyer verteilen, sonntags putzen, all das ist verschwunden. All das ist komplett aus dem Gleichgewicht geraten.

Ich bin also gerade von der Toilette zurückgekehrt. Es wollte sich einfach nicht mehr zurückhalten lassen und so musste ich meinen Schreibfluss unterbrechen. Nun liege ich also wieder auf dem Bett und schreibe. Was soll ich dir denn erzählen? Es ist Freitag. Es ist Freitagnachmittag. Und bald ist Freitagabend. Das heißt, ich muss eigentlich schon bald wider schlafen gehen und morgen ist schon Samstag. Sonntags habe ich dann einen Workshop mit Martin E, der Sonntag ist also komplett verplant. Was mache ich also mit dem angebrochenen Freitag? Was mache ich also mit den letzten paar Stunden des heutigen Tages? Da gibt es einiges was ich tun sollte. Es ist immer leicht festzustellen, was wirklich getan werden sollte. Du brauchst nur dran zu denken und wenn du bei einer Aufgabe/Sache ein wirklich mulmiges Gefühl in der Magengegend bekommst dann weißt du, das ist es, das sollte ich unbedingt tun. Vielleicht sogar als Erstes. Also was ich heute tun werde/sollte: Ich denke mir, ich werde dann mal duschen gehen. Ich war schon lange nicht mehr. Es ist wirklich unangenehm wenn ich hier nur ein Mal am Tag duschen gehe. Bloß ist es oft so, speziell in den letzten paar Tagen, dass ich viel zu müde bin um noch irgendwas zu tun wenn ich in mein Schlafzimmer gehe. Deshalb bin ich abends meist nicht duschen gewesen und stattdessen schmutzig ins Bett gegangen. Das sollte ich also tun, rasieren sollte ich mich auch wieder mal. Mein Bart ist schon lang und kratzig. Und wenn ich damit also fertig bin, dann werde ich runter gehen und mich ins Internet hängen. Ich habe sicherlich hundert ungelesene Emails, die auf mich warten. Ich sollte Meli ein Mail schreiben mit meiner Adresse. Und ich sollte auf die Hotlink-Seite schauen wegen den Punkten von denen ich nicht weiß was ich mit ihnen tun soll und wegen der Registrierung, die verlangt wird. Außerdem ist es schon wirklich an der Zeit ein paar neue Einträge online zu stellen. Was ich natürlich auch tun könnte, zuerst alle alten Einträge bearbeiten, anpassen, Titel ändern und was auch immer ich mir noch zurechtgelegt habe und dann erst neue veröffentlichen. Dann hätte ich einiges zu tun. Ich denke, es kommt einfach nur zu so einem Stau, also zu der langen Verzögerung zwischen Schreiben und Veröffentlichen, weil ich kein Internet zu hause habe und einfach zu faul bin runter zu gehen. Und selbst wenn ich dann mal unten bin, was soll ich dann tun? Es ist doch schon zu viel wenn ich fünf Einträge auf einmal veröffentliche. Es würde zu nichts führen wenn ich alle veröffentliche. Also warte ich lieber, gehe lieber öfter nach unten. Und bald haben wir Internet hier in der Wohnung. Das wird fein werden. Nun, ich werde also zu Izzi gehen um Internet zu surfen. Mal schauen wie die Verbindung dort ist. Außerdem ist das Essen gut, die Getränke günstig und das Ambiente nett. Ich gehe also zu Izzi. Vielleicht hilft die neue Location dabei, dass ich mehr Einträge ins Netz bringe und die Geschichte endlich wieder up to date wird. Und wenn ich das getan hab’, was dann? Dann könnte ich mal den Leitfaden von Johnny lesen. Das ist wichtig. Woher ich das weiß? Ganz einfach, das ungute Gefühl in meiner Magengegend zeigt es an. Also werde ich den Leitfaden lesen und ihn anpassen und zusammenfügen mit dem was ich bis jetzt schon habe. Also... Nehmen wir mal an ich wäre um fünf Uhr geduscht und fertig, dann mache ich noch Frühstück. Bis ich gegessen habe und Teller abgewaschen ist es dann halb sechs. Dann schnappte ich den Laptop und gehe zu Izzi. Emails - eine Stunde, Blog - auch eine Stunde, Internetsurfen und alles Mögliche lesen - auch eine Stunde. Dann ist es also wie spät? Halb neun, oder neun am Abend. Gut, dann lese ich noch Johnnys Leitfaden und bastle ihn um. Dann ist es vielleicht zehn Uhr, wenn ich mir Zeit lasse wird es elf sein. Dann werde ich also wieder nach hause gehen und dir berichten ob alles so gelaufen ist.
Julia sollte ich auch ein Mail schreiben. Oder falls sie schon eines geschrieben hat sollte ich antworten. Sie steht offenbar auf mich. Ich habe gemeint, es wäre doch nett wenn sie hier rüber kommt und mit mir zusammenlebt. Sie könnte sich um mich kümmern und mir helfen. Ich werde sie mal konkret fragen, ob sie nicht ein Bisschen Action in ihr Leben bringen will und zu mir kommen mag. Ich würde dann natürlich mit ihr zusammenwohnen und so. Falls sie es wünscht können wir ja auch heiraten.

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