Dienstag, 15. August 2006 18:22 Kuala Lumpur, Malaysia. Das war der Moment als ich mit Meli in Richtung ihrer Wohnung gegangen bin. Das war der Abend an dem es aus war zwischen uns. Ich sage nicht dass sie Schluss gemacht hat, denn wir waren nie zusammen. Ja, das ist ein Moment großen Schmerzes. Sie hat mir gesagt, dass sie sich für Simon entschieden hat. Sie sagte, sie habe gestern Nacht wieder mit ihm geschlafen. Ich hatte so schöne Pläne für meine Zukunft und ihre Zukunft und unsere gemeinsame Zukunft. Sie hat gemeint verantwortungsvoll zu handeln. Sie hat sich um die Zukunft ihres Sohnes gesorgt. Aber sie wusste es schon früher. Sie hat gewartet um es mir zu sagen. Wir hatten Tage lang keinen oder nur wenig Kontakt. Und dann so etwas. Ich habe sie wirklich geliebt. Und in diesem Moment ist dann alles eingestürzt. Damals, ja damals war ich schon verzweifelt. Verzweifelt wegen all dem Stress den ich hatte, wegen all den Problemen. Wegen dem was sich in der Org tat, dass ich von Staff wollte und nicht so recht konnte, nicht so recht gelassen wurde. Oder wie auch immer. Ich wurde einfach daran gehindert das zu tun was ich will. Ich wurde dazu genötigt von dieser grässlichen Organisation mit meiner eigenen Integrität zu brechen und mich auf Grund irgendwelcher Richtlinien, auf die ich einen Scheiß gebe, damit übereinzustimmen, dass ich nicht gehen könne bevor... Ja, das war ein Problem. Und dann habe ich mir damals auch schon Sorgen wegen Geld gemacht. Wusste nicht mehr wie es weiter gehen soll. Hatte damals gerade über zehntausend Euro für Produkte ausgegeben, weil ich Kurt vertraut habe und seinen Worten glauben geschenkt habe. «Und dann?» Dann hat er mich einfach hängen lassen. War nicht für mich da. Hat mir nicht gezeigt wie ich all die Produkte verkaufen kann und hat zu mir so Sachen gesagt wie „friss oder stirb!“, „Ach, ich werd’ Dich jetzt ins Wasser fallen lassen und Du wirst schon schwimmen lernen!“. Das hat mich schrecklich aufgeregt. In dem Moment habe ich so einen Haß gegen ihn entwickelt. Ich dachte mir gerade „Ich könnte schreien.“ So beklemmend ist das Gefühl des Hasses noch immer. Für das was mir Kurt angetan hat. Er hat ein Versprechen gebrochen. Er hat mir etwas vorgegaukelt. Hat mich belogen. Für seinen eigenen Vorteil. So ein Schwein. Ich wollte also schreien. Habe beim ersten Ansatz gezögert und es dann erneut probiert, tief Luft geholt, angesetzt und dann gehört wie still es hier eigentlich ist.
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