Dienstag, 1. August 2006 16:04 Kuala Lumpur, Malaysia. Ich habe also die letzten Wochen und Wochen sehr wohl an meinem Plan gearbeitet und dennoch habe ich die essentiellen Schritte nicht erreicht, dennoch habe ich die wesentlichen Punkte nicht etablieren können. Es scheint mich krank zu machen. Erst jetzt, nachher, erkenne ich, wie oft ich mich habe ablenken lassen von Sekundärem.
Und das beklemmende Gefühl ist plötzlich zurückgekehrt. Ich frage mich also was ich tun soll. Ja, was mein Plan als nächstes sagt weiß ich ja bereits. Es geht mir viel mehr darum, dass ich in all den Jahren keinen Mentor gefunden habe, niemanden, der sich wirklich meiner angenommen hätte. Dass ich nun hier bin, ganz alleine. Mit der bedrückenden Befürchtung, dass die letzten finanziellen Reserven in weniger als dreißig Tagen aufgebraucht sein könnten. Ohne jemanden, mit dem ich reden könnte. Ohne jemanden, der mir einfach nur zuhören würde. Meine Oma redet gern, hört nicht zu und hat keinen blassen Schimmer von dem Business. Sie wünscht mir einfach nur alles Gute, auch wenn sie es gleichzeitig durch all ihre Zweifel aufhebt. Nett! Und meine Mama, ja, was soll ich dir sagen? Sie hört mir schon zu, nur nicht wirklich. Sie will nur Gutes hören, den Rest nicht. Gibt mir einen blöden Flow durchs Telefon wenn ich mal davon erzähle, dass ich zwei Tage Pause brauchte, oder wenn ich erzähle, dass es gerade nicht so läuft, oder dass etwas sich verzögert hat. Sie gibt mir einfach ein schlechtes Gefühl. Schön! Damit ist natürlich keine anständige Kommunikation zusammen zu bringen, die mir nutzen würde.
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