5. Juli 2006 11:27 Kuala Lumpur, Malaysia. Hallo und einen schönen guten Morgen! Irgendwie ist das schon so eine Sache mit dem Aufstehen.
Sie hat mich gefragt, ob ich Tagebuch schreibe. Ich habe geantwortet, ich würde an einer Art Buch schreiben und es fasse schon gegen 40.000 Worte. Daraufhin wollte sie wissen ob ich darin auch über sie schreiben würde, worum es in meinem Buch ginge und ob es darin um mich geht. Viel zu viele Fragen. Viel zu neugierig. Und die Annahme, dass ich über sie schreiben würde. Wer denkt sie denn, dass sie ist. Also wirklich! Hat sie vielleicht in meinem Tagebuch gelesen? Hat sie es gewagt? Besitzt sie so viel Frechheit? Ich würde es ihr zutrauen. Anstand hat das Ding keinen wenn es drauf ankommt. Na ja, jedenfalls hab ich ihr dann erklärt, dass mein Buch eine abstrakte Analyse der Realität sei. Daraufhin erhielt ich bloß einen ahnungslosen Blick, der von Missverständnis zeugte. Ich beschloss also kurzerhand ihr ein banales Beispiel in Anlehnung an eine Episode aus „Veronika beschließt zu sterben“ von Paulo Coelho zu geben, da ich davon ausgehen konnte, dass sie in ihrer Unbelesenheit noch nie davon gehört hatte. Eine der vielen wundervollen Betrachtungen in diesem Buch, die Betrachtung der Krawatte.

Keine Kommentare: