22. Juni 2006 02:22 Bangkok, Thailand. Nun, vereint mit Petra seit einigen Tagen. Zwei Tage in KL verbracht. Und nun seit ein paar Stunden im nahe gelegenen Bangkok. Ich hatte schon so meine Vorstellungen zu ihr bzw. über sie, nun erlebe ich Realität. Sie ist wie sie ist, und ich habe mir nach den ersten paar Aha-Erlebnissen des ersten Tages vorgenommen tolerant zu sein und nicht zu urteilen. Nun, Stück für Stück stellen wir also fest dass hier und dort eine kleine Bildungslücke existiert und so. Naja, was Zeitzonen sind sollte man vielleicht doch wissen. Natürlich ist es viel wichtiger wie jemand ist, wie er sich verhält, wie sein Charakter ist und Bildung kommt danach. Da pflichte ich ihr grundsätzlich ja schon mal bei, dass Werte sehr wichtig sind. Doch ganz ohne Bescheidwissen geht es wohl kaum. Und die Aussage über Charakter und Werte vor sich herzuschieben um das Loch der Allgemeinbildung zu tarnen ist einfach eine unfeine Angelegenheit.
Ich hab’ heute am Flughafen, wenige Minuten vor dem Abflug nach Bangkok, Melanie noch eine Nachricht auf ihrer Sprachbox hinterlassen, dass ich mich dann mal wieder bei ihr melden muss wenn ich zurück bin und dass es wirklich an der Zeit ist mal wieder ausführlich zu plaudern, da sich in der Zwischenzeit ja so einiges ergeben hat.
Was haben wir also in den letzten Tagen noch über Petra gelernt, abgesehen davon, dass sie nicht die Hellste ist? Nun, sie schleppt ein ganz schön großes Stück Vergangenheit mit sich herum. Hat recht viele Gedanken, die in ihrem Kopf Kreise drehen und sie Mal um Mal mit den selben garstigen Abwertungen anderer Leute bombardieren. Folglich und sowohl außerdem ist sie recht banky. Manchmal zumindest. Ich rede also konkret von: Blick in Reverie und extrem langer Kommunikationsverzögerung. Einfach derartige Phänomene. Zeitweilig etwas eigenartige Reaktionen. Ich sage keineswegs, dass ich frei von Derartigem wäre. Zudem gibt es dann noch eine allgemeine oder zumindest temporäre Sprachlosigkeit. Nun, dies ist sicherlich kontraproduktiv für die Förderung guter, rascher, klarer und verbindender Kommunikation und behindert, eventuell sogar verhindert, das Aufbauen von Affinität, bzw. stellt eine ernstzunehmende Herausforderung an das momentan vorhandene Ausmaß dar.
In der Hoffnung mit Melanie ein gutes Gespräch zu haben und der Gewissheit über die Erkenntnis, dass es weder mein Ziel noch mein Verlangen ist jemanden tiefgreifend zu ändern und dass dies weder leicht möglich noch unbedingt sinnvoll ist, verbleibe ich mit besten Wünschen.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen