Exakter Erstllungszeitpunkt leider unbekannt. Es ist kurz nach vierzehn Uhr. Ich bin soeben aufgestanden. Es geht mir gut heute. Mein Wecker war auf acht Uhr fünfundvierzig gestellt. Ich kann mich noch erinnern, wie er geläutet hat. Das kam gar nicht richtig zu mir durch. Ich habe ihn heute auch nicht abgedreht. Er hat sich ausgeklingelt. Na ja, ich habe ihn ja nur zwei oder drei Mal bruchstückhaft piepsen hören. Was ich geträumt habe? Ich weiß es nicht mehr. Das Piepsen des Weckers fügte sich allerdings hervorragend ein. Nun gut, aufgewacht, frisch und munter - ich wundere mich noch dass es so hell ist - ein strahlender Tag. Öffne meine Augen und freue mich. Doch dann, meine Hand greift nach dem Handy und patsch: Vierzehn Uhr. Wie konnte das passieren? Fast sechs Stunden extra? Ich fühle mich anfangs verwirrt, dann panisch wegen der ganzen verlorenen Zeit, später mutlos wegen all dem was ich hätte tun können. Also, ich nehme es an - ich bin eben jetzt aufgestanden. Streß? - wozu?
Würde die Frage nicht „wozu?“ sondern „weshalb?“ heißen, ja dann hätte ich mehr als eine gute Antwort. Zum Beispiel, dass ich vergangene Woche in Österreich Anzeigen geschalten habe, mit einer Sprachboxnummer. Nun habe ich also etwas mehr als 20 Kontakte die darauf warten von mir zurückgerufen zu werden. Und per heute läuft meine nächste, fünftägige, Anzeigenreihe an. Na ja, eigentlich heißt es da nur noch Gas geben. Ich weiß aus Erfahrung allerdings, dass ich mich keinesfalls überfordern darf. ...Tief durchatmen! - Schon besser.
Ich werde den heutigen Tag also gemächlich angehen. Mal genüsslich duschen, bekleiden und dann Sojamilch einkaufen. Was sollte ich noch tun? Ach ja, ich könnte noch ein paar Zettel aufhängen, wenn ich schon unterwegs bin.
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